Über mich
Als Coach für neurodivergente Menschen (AD(H)S, Autismus-Spektrum, Hochsensibilität) begleite ich meine Klienten in meiner Praxis in Winterthur dabei, ihren Alltag klarer zu strukturieren, Stress zu regulieren und ihren eigenen Weg selbstbestimmt zu gestalten.
Seit vielen Jahren arbeite ich als Dolmetscher für Behörden wie Polizei, Gerichte, Migration und soziale Dienste. In dieser Tätigkeit begleite ich Menschen in oft komplexen und belastenden Situationen und habe gelernt, genau hinzuhören, Zusammenhänge rasch zu erfassen und auch in herausfordernden Momenten Ruhe und Klarheit zu vermitteln.
Ich arbeite strukturiert, ressourcenorientiert und praxisnah, mit Blick auf Selbstwirksamkeit, tragfähige Routinen und nachhaltige Entwicklung. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, die vorhandenen Ressourcen und die Selbstständigkeit meiner Klientinnen und Klienten zu stärken, damit sie eigene, stimmige Lösungen finden können.
Auch mein Hintergrund im kreativen Schreiben prägt meine Arbeit: Er hat mein Gespür für Sprache, Zwischentöne und persönliche Lebensgeschichten geschärft.
Ein undiagnostiziertes ADHS hat mich von klein auf begleitet. Die daraus resultierenden Symptome belasteten mich stark: Konzentrations- und Schlafstörungen, motorische Unruhe, Mühe beim Abschliessen von Projekten, ständige Suche nach neuen Reizen bei gleichzeitiger Reizüberflutung an lauten Orten, und noch eine Vielzahl an weiteren psychischen Folgen, die sich aus diesen neurologischen Veranlagungen ergaben. Auf meiner Suche nach einer Ursache beschäftigte ich mich lange mit Psychologie, Genetik und Selbstmanagement unter weiteren Themen, um mir selbst weiterzuhelfen.
Als es dann schliesslich zu einer Burnout-Erfahrung im Jahr 2023 kam, erfuhr ich durch eine Abklärung von meinem ADHS, was viele Aspekte meines Lebens in ein neues Licht rückte. Plötzlich fand ich die richtige Herangehensweise an viele Herausforderungen, deren Lösung mir früher beim besten Willen schleierhaft geblieben war.
Im selben Zeitraum begleitete ich im nahen Umfeld einen diagnostischen Prozess im Autismus-Spektrum – diesmal nicht als Betroffener, sondern als Aussenstehender, der mitdenkt, mitfühlt und mitträgt. Diese doppelte Perspektive prägt meine Arbeit bis heute: Ich kenne das Erleben von innen, aus meiner eigenen Geschichte, und ich kenne die Sicht der Menschen im Umfeld – der Partnerinnen und Partner, der Familien, der Bezugspersonen, die verstehen wollen und oft selbst an ihre Grenzen kommen. Gerade diese Brücke zwischen Innen- und Aussensicht ist mir in der Begleitung wichtig, weil Neurodivergenz selten nur eine einzelne Person betrifft, sondern immer ein ganzes Beziehungsgefüge.
Ein roter Faden durch all diese Erfahrungen war die Hochsensibilität. Viele neurodivergente Menschen nehmen Reize, Stimmungen und feine Zwischentöne intensiver wahr als ihr Umfeld – das kann eine grosse Stärke sein, etwa in Empathie, Detailwahrnehmung und kreativem Denken, wird im Alltag aber oft als Überforderung erlebt, wenn die Umgebung darauf keine Rücksicht nimmt. Ich habe für mich gelernt, diese feine Wahrnehmung nicht als Defizit, sondern als Ressource zu begreifen und entsprechende Schutz- und Gestaltungsräume zu schaffen. Genau dieser Schwerpunkt – das Zusammenspiel von ADHS, Autismus-Spektrum und Hochsensibilität – steht im Zentrum meiner Begleitung.
Die Erleichterung und die lebensverändernden Erkenntnisse, die sich aus diesen Erfahrungen ergaben, bestärkten mich darin, neurodivergente Menschen professionell zu begleiten. Anders gesagt ist es mein Anliegen, anderen neurodivergenten Menschen durch meine gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse den Weg zu ihren eigenen Lösungen so weit wie möglich zu verkürzen. Mir ist nämlich bewusst, wie viele Personen sich in einer ähnlichen Situation der ständigen, ergebnislosen Suche nach einer Lösung befinden. Aus diesem Grund habe ich ein DAS in ADHS- und Autismus-Coaching und -Beratung mit Schwerpunkt Hochsensibilität am PLI® (Praxis für Lösungsimpulse) abgeschlossen.
Da ich meine Klientinnen und Klienten bestmöglich begleiten möchte, lege ich Wert auf Aus- und Weiterbildungen, die mir neue Werkzeuge und Herangehensweisen vermitteln. Im August 2026 werde ich das Stress Management and Resiliency Training (SMART) an der Harvard Medical School abschliessen — ein wissenschaftlich fundiertes Programm zur Stressbewältigung und Resilienzförderung, entwickelt auf Basis von Neurobiologie, Achtsamkeitsforschung und positiver Psychologie. Im September werde ich das erste Modul der EMI-Ausbildung (Eye Movement Integration) am IBP absolvieren, um bei Blockaden mit einer neurobiologisch fundierten Technik besser helfen zu können. Im November 2026 schliesse ich zudem die Ausbildung zum Coach in Intuitiver Trauma-Heilung (ITH) ab. Diese Methode ermöglicht es, belastende Erlebnisse und Blockaden auf intuitivem Weg zu lösen — und bietet den Klientinnen und Klienten nach einer Einführung durch den Coach auch Werkzeuge zur eigenständigen Anwendung. Beide Methoden liegen mir durch ihre Förderung von Selbstwirksamkeit und Autonomie besonders am Herzen. Als neurodivergenter Coach Winterthur begleite ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu gestalten.
