Wenn dein Kind neurodivergent ist
Manche Tage laufen. Andere kippen schon vor dem Frühstück, und du fragst dich am Abend, ob du das Richtige getan hast.
Dein Kind ist neurodivergent — vielleicht mit einer Diagnose wie AD(H)S oder Autismus, vielleicht noch mitten in der Abklärung, vielleicht einfach anders, als die Umgebung erwartet. Du hast dich eingelesen, Termine organisiert, mit der Schule gesprochen. Und trotzdem gibt es Situationen, die sich immer wieder gleich festfahren.
Genau da setzen wir an — bei dir, deinem Alltag und deinem Umgang mit deinem Kind.
Wie das aussieht
In den Gesprächen schauen wir gemeinsam auf euren Alltag: Wo harzt es? Was ist gerade dein grösstes Anliegen? Und was funktioniert eigentlich schon — auch wenn es im Moment untergeht?
Wir arbeiten ressourcenorientiert. Wir suchen nicht nur nach dem Schwierigen, sondern nach dem, was du und dein Kind schon könnt, und bauen von dort aus weiter. Aus dem, was ihr mitbringt, entwickeln wir Strategien, die zu euch passen — nicht Rezepte von der Stange.
Auch wenn dein Kind meistens nicht im Raum ist, reden wir so, als wäre es Teil des Gesprächs. Es bleibt dabei immer eine Person mit eigenen Gründen — nicht ein Problem, das gelöst werden muss. Bei Jugendlichen und Teenagern kann es auch sinnvoll sein, dass sie zeitweise dazukommen.
Worum es oft geht
Die Stellen, an denen es eskaliert. Morgen, Hausaufgaben, Bildschirmzeit, Schlafengehen. Wir schauen, was genau davor passiert — und finden Ansatzpunkte, bevor die Situation kippt.
Verhalten verstehen. Was aussieht wie Trotz, ist oft Überlastung. Was aussieht wie Unwille, ist manchmal eine blockierte Handlungsinitiative. Das verändert, wie du im Moment reagieren kannst.
Gespräche vorbereiten. Schulische Standortgespräche, Termine bei Fachstellen — was du sagen möchtest und wie du dranbleibst.
Deine eigenen Ressourcen. Wer täglich viel auffängt, braucht selbst etwas, das trägt. Das ist die Grundlage für alles andere.
So läuft ein Erstgespräch ab
1
Ankommen
Wir nehmen uns kurz Zeit, damit du hier sein kannst — ohne Formular-Stimmung. Du musst nichts vorbereiten.
2
Die Situation schildern
Du erzählst, wie euer Alltag gerade ist: was gut läuft, was sich festfährt, was dich hierher gebracht hat. Ich höre zu und frage nach.
3
Das Anliegen eingrenzen
Aus dem grossen Ganzen suchen wir heraus, was gerade am meisten drückt — der Punkt, an dem sich zuerst etwas bewegen lässt.
4
Am Ziel arbeiten
Wir schauen, welche Ressourcen bei euch da sind und was in ähnlichen Situationen schon funktioniert hat. Wo es hilfreich ist, bringe ich als Coach auch fachliches Wissen und beraterische Impulse ein.
5
Ein konkreter nächster Schritt
Am Ende steht kein grosser Plan, sondern eine kleine, machbare Sache für die kommende Zeit.
Warum ich
Ich bin selbst neurodivergent und kenne von innen, wie sich zu viel auf einmal anfühlt und warum «reiss dich zusammen» selten hilft.
Meine Ausbildung ist ein DAS in Coaching und Beratung für Neurodivergenz — mit Fokus auf AD(H)S, Autismus-Spektrum und Hochsensibilität bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen —, ergänzt um trauma-informierte und körperorientierte Verfahren. Gespräche sind auf Deutsch, Spanisch, Englisch oder Französisch möglich, in Winterthur oder online.
Kurz gesagt
Coaching ersetzt keine Diagnose und keine Therapie. Was es kann: dir helfen, deinen Alltag klarer zu sehen, eure Ressourcen zu nutzen und im Umgang mit deinem Kind gute, tragfähige Wege zu finden.
Bereit für ein Erstgespräch?
In 90 Minuten schauen wir gemeinsam, was gerade ansteht — und ob das für euch passt.
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